Unterglasuren sind flüssiger Ton, dem Farbstoffe zugesetzt werden. Da sie aus denselben Materialien wie Ton bestehen, schmelzen Unterglasuren nicht wie Glasuren und bleiben beim Brennen an Ort und Stelle (bei Steinzeugtemperaturen können Unterglasuren je nach zugesetztem Farbpigment ihre Farbe und Struktur verändern und glänzend werden). Unterglasuren (oft auch Engoben genannt) können auf ungebrannten Ton (Rohware) oder Schrühware aufgetragen werden. Bei Anwendung gemäß den Herstellerangaben sind Unterglasuren deckend und können für detaillierte Darstellungen verwendet werden. Unterglasuren müssen mit einer lebensmittelechten Klarglasur überzogen und gebrannt werden, um lebensmittelecht zu sein. Empfohlene Klarglasuren sind: NTBR, EM-2134. Till stengods (zinkfria): HF-9, MS-100, SW-004, STG-1200, STG-1100, MS-29. Die Bilder auf der Website zeigen Ergebnisse bei 1020 °C auf weißem Ton.
Es wird empfohlen Testbrennungen vorzunehmen sollte über 1020°C und mit eigener Klarglasur gebrannt werden.
In unseren Glasuren können sogenannte Ooliten entstehen, die sich durch einen natürlichen Prozess bestimmter Rohstoffe in der Glasur bilden. Dabei handelt es sich um kleine weiße Kügelchen unterschiedlicher Größe. Werden solche Kügelchen entdeckt, sollten sie vor der Verwendung (mit einem Sieb der Maschenweite 60) herausgesiebt werden. Die Glasur wird anschließend wie gewohnt verwendet.

